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„Die Opfer schreien nach Gerechtigkeit und Frieden“ - EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm zur aktuellen Lage in Syrien. Am Rande des Gottesdienstes zur Eröffnung der ökumenischen Woche für das Leben in Trier äußerte sich der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zur aktuellen Lage in Syrien: „In den letzten Wochen haben uns wieder Bilder von Gewalt und Tod aus Syrien erreicht. Sie sind damit zu einem traurigen Abbild des gesamten Krieges geworden. Auf barbarische Art und Weise wurden wieder einmal gegen alle Regeln des Völkerrechts unschuldige Zivilisten mit Giftgas getötet oder schwer verletzt. Schuldzuweisungen gingen hin und her. Ein Militärschlag folgte vergangene Nacht.

Ich glaube, viele von uns haben das Gefühl: Man muss irgendetwas tun gegen die Verletzung der elementarsten Regeln des Völkerrechts durch Giftgasangriffe. Aber Militärschläge bringen nicht die Lösung. Insbesondere, wenn kein Plan für das danach erkennbar ist. Die Opfer schreien nach Gerechtigkeit und Frieden. Und nach einer internationalen Staatengemeinschaft und Großmächten, die endlich das tun, was Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge verdient haben: Frieden und eine zivile Zukunft für Syrien schaffen, in denen die Gewalt ein Ende hat und die Opfer Gerechtigkeit erfahren. Auch wenn ich im Hinblick auf einen wirksamen Weg dahin genauso auf der Suche bin wie andere, bete ich dafür. Und ich bitte Sie von Herzen, mit mir für die Opfer des Krieges in Syrien und wirksame Schritte zur Überwindung der Gewalt zu beten.“           

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Herrenhäuser Straße 12

30419 Hannover

Kardinal Reinhard Marx hat Verständnis für den Angriff der USA, Frankreich und Großbritannien in Syrien gezeigt, übte zugleich aber auch deutliche Kritik.
Zum Nachhören: Kardinal Marx zu dem Syrien-Angriff

Die Spitzenvertreter der beiden großen christlichen Kirchen forderten eine politische Lösung des Konflikts. Die könne es nur geben, „wenn die großen Mächte sich jetzt wirklich mit gutem Willen an den Tisch setzen“, sagte Kardinal Marx.

Marx: Militärschläge sind verständlich, aber keine Lösung

Die Großmächte hätten leider „keinen Weg gefunden, dieses Schlachten, so muss man eigentlich sagen, zu beenden“. Er fügte hinzu: „Giftgas einzusetzen, das ist so entsetzlich und so furchtbar, dass wir eigentlich nur sprachlos sind über eine solche Gewalt. Und dass dann Reaktionen kommen, das kann man verstehen – nur die Lösung für dieses Land und für die Menschen besteht nicht in militärischen Aktionen.“

„Der Giftgasangriff auf unschuldige Menschen empört uns und viele Menschen haben das Gefühl, dass man das nicht so einfach auf sich beruhen lassen kann“, sagte Bedford-Strohm. „Jetzt geht es darum, dass die Großmächte wieder zueinander finden, dass der Weg der Eskalation der Gewalt endlich aufhört und dass wirklich wirksame Wege zum Frieden gefunden werden.“

Marx erinnert sich an einen Syrien-Besuch mit Studenten im Jahr 2000. Er habe dieses Land „wirklich geliebt“. „Und deswegen leide ich sehr, wenn ich die Bilder sehe aus Homs, aus Damaskus.“ Bedford-Strohm betonte: „Wir beten jeden Tag für die Opfer in Syrien.“ Die Vertreter der beiden großen Kirchen äußerten sich am Rande der bundesweiten Eröffnungsfeier der ökumenischen „Woche für das Leben“.

In der Nacht zum Samstag hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Ziele in Syrien mit Marschflugkörpern angegriffen. Dies wird mit Vergeltung für den Einsatz von Chemiewaffen begründet, für den der Westen Syriens Regierung unter Baschir al-Assad verantwortlich macht und bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Vatican NewsLetter vom 14. April 2018

(kna/pm – mg)

 

 
 

 

 

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