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Kirche im Handwerk

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Religionsfreiheit ist Menschenrecht.

Papst Franziskus schaut in diesem Jahr im Großformat von über 700 Kirchen auf Deutschland herab: Drei mal fünf Meter groß und versehen mit der Überschrift „Religionsfreiheit ist Menschenrecht“ soll diese Aktion von Missio in Aachen zum einen den Einsatz des Papstes für Religionsfreiheit würdigen, zum anderen die Botschaft vermitteln, welch positive Kraft der Glaube haben kann. Johannes Seibel ist Leiter der Abteilung Kommunikation und Presse bei Missio.„Da ist zunächst das Thema Religionsfreiheit, das die Menschen bewegt, das zeigen verschiedene Untersuchungen. Die Menschen in Deutschland sind sehr sensibel für das Thema Religionsfreiheit. Es geht dabei aber nicht nur um die großen Schlagzeilen, um Irak oder Nigeria, sondern es geht auch darum, dass die Menschen in Deutschland selbst das Gefühl haben, dass sie auf Schwierigkeiten stoßen, wenn sie ihren Glauben bekennen.“ Kirchensteuer, Beschneidung und Kopftuch: Das seien alles Debatten, die auch in Deutschland die Menschen bewegen.„Wir erleben den Papst hier als jemanden, der sich sehr klar aber gleichzeitig auch differenziert äußert und das gibt Orientierung. Ich selber merke immer wieder, dass dieses Orientierung-Geben die Menschen in Deutschland anspricht. Es ist ein Thema, das jetzt nicht so sehr in innerkirchlichen Debatten verortet ist, sondern ein Thema, das existenziell berührt: Wie lebe ich meinen Glauben vor Ort?“ Da sprächen die Aussagen des Papstes als Sympathieträger auf dem Banner an der Kirche den Menschen aus dem Herzen, so Seibel.„Das Bedürfnis nach dieser positiven Kraft des Glaubens, das Bedürfnis überhaupt nach Orientierung, das ist ja da. Dass der Papst dieses Positive ausstrahlt, dass er gleichwohl feste Meinungen hat und trotzdem diskutiert und auch Positionen einnimmt und Farbe bekennt, das fasziniert die Menschen in Deutschland. Das ist das, was über das klein-klein des Alltäglichen hinaus geht und den Menschen wieder sagt, dass das, was ich glaube, wenn ich mich in der Pfarrei engagiere, wenn ich Sonntags zur Kirche gehe, wenn ich in einem Verband tätig bin: Da habe ich jemanden, der mir sagt, dass das gut ist und dass wir nicht ständig in einer Verteidigungsstellung leben müssen. Diese positive Kraft, dieses ‚ich stehe für Religionsfreiheit, das ist mein Menschenrecht‘ kristallisiert sich in diesem Banner.“Drei mal fünf Meter Papst Zur Zeit sind die Banner vergriffen. Ob Missio neue Druckaufträge vergeben wird oder, wird gerade überlegt. (rv 31.07.2014 ord)

http://de.radiovaticana.va/news/2014/07/31/drei_mal_f%C3%BCnf_meter_papst:_religionsfreiheit_ist_menschenrecht/ted-816676

Rom Wallfahrt - Glaubensfreude und Glaubenszuversicht mit dem Papst

In den Straßen Roms ist es nicht zu übersehen: Die Innenstadt und die Kirchen sind fest in deutschsprachiger Hand. Messdiener aus Deutschland und Österreich strömen umher, besichtigen, singen, beten. Ausnahmsweise für diesen Sommer spielt auch das Wetter mit und so bilden die 50.000 eine fröhliche junge Mehrheit in der Stadt. Die Italiener mögen es, die übrigen Touristen sind etwas verunsichert, aber so viel Engagement und Freude kann man sich gar nicht entziehen. Eva ist dreizehn Jahre alt und kommt aus München, sie erzählt etwas von diesem Engagement „Für mich heißt es Ministrantin zu ein, ein Teil vom Ganzen zu sein, ein Teil vom Großen. An dem allen mitwirken zu können. Ich erwarte mir, dass ich noch mehr merke und spüre, wie groß diese Gemeinschaft ist, wie viele da mitwirken. Diese Pilgerreise bedeutet für mich, die Gemeinschaft zu stärken, noch mehr zu merken, was Christentum heißt.“ Leonie kommt aus dem Bistum Dresden Meißen und erzählt von den Vorbereitungen und von dem Besuchsprogramm seit Freitag, kirchlich-touristisch. „Wir haben sehr viele Kirchen besichtet, haben Andachten gehalten und auch selbst mit vorbereitet. Gestern gab es auch schon einen Gottesdienst für uns. Bei uns geht es leider Mittwoch schon wieder zurück mit Zwischenstopp in Arezzo, unserem Partnerbistum.“ Benedikt stammt wie Eva aus München und Freising, er ist einer der Messdiener, die beim Treffen mit dem Papst Franziskus Fragen stellen dürfen. „Die Audienz mit dem Papst wird das Highlight der Woche, ich glaube, dass das für uns alle der Höhepunkt der ganzen Wallfahrt wird.“ Die Fragen selber sind vorausgesucht, erklärt Alexander Bothe, er ist in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Bischofskonferenz zuständig für Ministranten. Und er hatte die Aufgabe, die Begegnung mit dem Papst vorzubereiten, berichtet er bei einer Pressekonferenz. „Das ist eine der schrecklichsten Aufgaben dieser Wallfahrt. Der Andrang war natürlich sehr groß, als klar war, dass wir anbieten durften, dass es dieses Gespräch [mit dem Papst] gibt. Wir haben dann den Bistümern ermöglicht, jeweils einen Vorschlag zu machen und innerhalb dieser Vorschläge haben wir dann versucht, nach besten und gerechten Möglichkeiten eine – am Ende durch den Zufall bestimmte – Lösung zu finden. Es gibt natürlich viele Ministranten, die jetzt mitfiebern, die auch gerne da gewesen wären. Bei den Fragen haben wir ein ähnliches Vorgehen gewählt, wir haben bewusst nachgefragt, was die Messdiener bewegt und was sie vom Papst mal wissen wollen und fragen wollen. Das haben wir versucht, quer durch die Altersschichten zu sammeln. Da sind die unterschiedlichsten Lebensfragen, von der Wallfahrt bis zum Motto eingegangen, wir haben das gesichtet und haben das versucht zu verdichten. Und dann haben wir mit dem Vatikan eine Abstimmung gesucht und freuen uns nun auf die Überraschung, was Teil des Gesprächs sein wird.“ Vier Ministranten werden also die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen, auch wenn es nicht die eigenen sein werden, sie sind die Repräsentanten für die 50.000 Messdiener auf dem Petersplatz. Papst Franziskus wird dann – übersetzt auf Italienisch – antworten. „Sie tragen die Fragen und Anliegen vor, die von den unterschiedlichsten Ministranten eingegangen sind und die wirklich der Schwerpunkt von dem allen sind. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich alle Ministranten darin wieder finden können. Aber in der Tat ist es so, dass wir versucht haben, die Anliegen zu verdichten.“ Vor dem Gespräch wird gemeinsam die Vesper gebetet. Das neu, bislang waren die Ministranten bei der Wallfahrt Teil der Gruppe der Generalaudienz am Mittwoch. Das hat man geändert, man wollte dem Papst als eigene Gruppe begegnen und auch gemeinsam mit ihm beten. „Es fängt damit an, dass viele Gruppen einen Pilgerweg zurück legen wollen, um dann dem Papst zu begegnen“, erklärt Bothe. „Zum Beispiel die Apostelgräber zu besuchen. So hat sich herauskristallisiert, dass es dieses Mal sinnvoll sein könnte, in den Nachmittag oder den Abend zu gehen. Das zweite Anliegen war es, gemeinsam mit dem Papst zu beten und sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Die Vesper wird eine besondere sein, nämlich die, die der Basilika Santa Maria Maggiore gewidmet ist, und diese Kirche ist dem Papst ja besonders nahe. Es ist die Kirche, in der er nach seiner Wahl als erstes gebetet hat und für sich einige Momente der Stille gesucht hat. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das den Jugendlichen tatsächlich auch so in den Vorbereitungen nahe gebracht haben, dass wir das miteinander teilen können. Ich glaube, dass es durchaus ein Herz bei den Jugendlichen gibt für das Beten der Psalmen, für das Nachvollziehen der Gesänge und natürlich auch für den Blick im Magnifikat auf das, was Maria in der Glaubensfreude und im Glaubensvertrauen gestärkt hat.“ Diese Glaubensfreude und dieses Glaubensvertrauen mit Maria sei ihnen die Einladung zum Stundengebet wert gewesen. Die Begegnung mit Papst Franziskus an diesem Dienstagabend überträgt Radio Vatikan ab 18 Uhr live. (rv)

(rv 05.08.2014 ord) Folgende Vertreter der Ministranten werden in der Audienz mit dem Papst sprechen: ·        Leonie Jaster (15 Jahre), Bistum Dresden-Meißen ·        Sarah Tammen (20 Jahre), Bistum Münster ·        Benedikt Hohl (15 Jahre), Erzbistum München und Freising ·        Gabriel Holik (23 Jahre), Bistum Rottenburg-Stuttgart. PredigtSeiner Heiligkeit Papst Franziskusin der Vesper während der Papstaudienz zur bundesweiten Ministranten-Wallfahrt nach Rom am 5. August 2014 auf dem PetersplatzDas Wort des heiligen Paulus aus dem Galaterbrief, das wir eben gehört haben, lässt uns aufhorchen. Die Zeit ist reif, sagt Paulus. Jetzt macht Gott Ernst. Was Gott den Menschen schon immer mit den Worten der Propheten sagen will, das macht er nun an einem schlagenden Beispiel deutlich. Gott macht uns klar, dass er der gute Vater ist. Und wie macht er das? Dadurch, dass er seinen Sohn Mensch werden lässt. An diesem konkreten Menschen Jesus können wir kapieren, was Gott eigentlich meint. Er will Menschen, die frei sind, weil sie sich als Kinder eines guten Vaters immer geborgen wissen.Um dies zu verwirklichen, braucht Gott nur einen Menschen. Er braucht eine Frau, eine Mutter, die seinen Sohn als Mensch zur Welt bringt. Das ist die Jungfrau Maria, die wir mit dieser Vesper heute Abend ehren. Sie war ganz frei. In ihrer Freiheit hat sie Ja gesagt. Sie hat für immer das Gute getan. So hat sie Gott und den Menschen gedient. Halten wir uns ihr Beispiel vor Augen, wenn wir wissen wollen, was Gott von uns als seinen Kindern eigentlich erwartet. Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Bischofskonferenz http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/05/messdiener_in_rom:_glaubensfreude_und_glaubenszuversicht_mit_dem_papst/ted-817554

Religiöse Minderheiten besser schützen

Erzbischof Schick begrüßt Vorschlag zur Benennung eines Beauftragten für Religionsfreiheit in der EU-Kommission Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), begrüßt den jüngst vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, eingebrachten Vorschlag, einen Beauftragten für Religionsfreiheit in der neuen EU-Kommission zu benennen. „Gegenwärtig werden wir in Ländern wie Syrien oder dem Irak Zeuge, wie massiv bestimmte Religionsgruppen bedroht sind. Besonders Christen sind hiervon betroffen“, so Erzbischof Schick. „Daher unterstütze ich das Anliegen, die Religionsfreiheit auf der Ebene der EU-Kommission stärker in den Vordergrund zu rücken und auch personell zu verankern.“ Der Bamberger Erzbischof zeigt sich besorgt angesichts der zunehmenden Einschränkung und Gefährdung der Religionsfreiheit: „Mit großer Sorge beobachte ich, dass weltweit das Menschenrecht auf Religionsfreiheit mehr und mehr unter Druck gerät. Religiöse Minderheiten sind vielfach existentiell bedroht – im Irak wird uns dies aktuell in aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Dieser Entwicklung muss entschieden entgegengetreten werden. Es muss mehr für den Schutz religiöser Minderheiten getan werden!“ „Ein EU-Beauftragter für Religionsfreiheit“, so Erzbischof Schick weiter, „wäre ein wichtiges Zeichen für mehr religiöse Toleranz. Insbesondere sollte er sein Augenmerk auf die schwerwiegenden Verletzungen des Rechts auf Religionsfreiheit im Nahen und Mittleren Osten, aber auch in Teilen Asiens und Afrikas legen. Es darf nicht so bleiben, dass vielen Menschen in Europa diese Missstände unbekannt oder – noch schlimmer – scheinbar gleichgültig sind.“ Den Vorschlag, einen Beauftragten für Religionsfreiheit auf europäischer Ebene zu benennen, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gemeinsam mit der Fraktion ihrer österreichischen Schwesterpartei, dem ÖVP-Parlamentsklub, eingebracht. Die beiden Fraktionen wollen damit auf die zunehmende Bedrohung des Friedens in der Welt durch Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Religionsgruppen reagieren. Beim Schutz des Menschenrechts auf Religionsfreiheit solle die EU-Kommission, so das Anliegen der beiden Fraktionen, eine stärkere Vorreiterrolle einnehmen. Deutsche Bischofskonferenz Kaiserstraße 161 53113 Bonn

Realismus und Hoffnung   - Familienpastoral auf gutem Weg.

Verschiedene pastorale Aktivitäten zum Thema Familie, und die Herausforderungen, vor denen die Familienpastoral heute steht: Das waren die Themen der beiden vergangenen Generalversammlungen vom Dienstag Nachmittag und Mittwoch Morgen (letztere wegen der Generalaudienz in Abwesenheit des Papstes). Die Herausforderungen für die Familienpastoral waren auch am Montag und Dienstag schon immer wieder benannt worden: Armut, Migration, Emigration, Gewalt in verschiedensten Formen, Christenverfolgung, moderne Lebens- und Arbeitsbedingungen, Polygamie, Sekten, Prostitution, Menschenhandel, Machismo und die Einflüsse der modernen Welt mit ihren Individualismen und Materialismen, sie wurden immer wieder vor allem aus der pastoralen Praxis heraus ausführlich behandelt, und sie bildeten das Schwergewicht der Beratungen.Synodenväter sprachen über Realismus und Hoffnung Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/08/synodenv%C3%A4ter_sprachen_%C3%BCber_familienpastoral/ted-829832des Internetauftritts von Radio Vatikan Zum ersten Mal in mehreren Beiträgen war auch das Ehenichtigkeitsverfahren der Kirche Thema; es könne keine Lösung für alle Probleme sein, aber für die Paare, die das betrifft, wäre es eine große Hilfe und für die Kirche eine Notwendigkeit, wenn diese Verfahren, die eine Ehe für ungültig erklären und so eine sakramentale Ehe möglich machen, vereinfacht und verkürzt würden. Dorthin gehört auch die Frage, wie mit der Frage der kirchlichen Rechtsprechung im Rahmen der Ökumene, vor allem mit der Orthodoxie, umgegangen wird: Verschiedene Kirchen kennen verschiedene kirchenrechtliche Regeln, das schaffe einerseits Verwirrung, andererseits Reibungen, weil Ehen und Familien verschiedener Konfessionen sozusagen dazwischen stehen.„Wir können doch gar nicht zurück“Die Synodenteilnehmer berichteten immer wieder aus ihrer eigenen Praxis, von pastoralen Initiativen in den Bistümern oder Gebieten der Bischofskonferenz. Besonders traten dabei Aktionen hervor, die nicht für, sondern von Familien getragen werden. So etwa Verbände oder Gemeinschaften von Ehepaaren, die anderen Ehepaaren helfen. Solche Initiativen gelte es zu fördern, war der Tenor.Was auch deutlich wurde bei den Beratungen, war die unterschiedliche Bewertung des modernen Freiheitsbegriffes. Sehen ihn einige als Ausdruck der Gottesebenbildlichkeit und damit als etwas Gutes, sehen ihn andere als Einfallstor für die Menschen gefährdende Ideologien. In einigen Staaten auf der Erde versuchten Regierungen, über Gesetzgebung den Begriff von „Familie“ zu ändern, das sei Ausdruck dieser Ideologien, die durch das Tor dieser falsch verstandene Freiheit einfielen. Aber wir könnten doch gar nicht zurück, hieß es von den Vertretern der ersten Linie, die Sehnsucht nach einer Vergangenheit helfe nicht weiter, die Kirche müsse die positiven Seiten schätzen und prägen lernen.Ein weiteres Thema war der scheinbare Gegensatz von Pastoral und Lehre. Im Vorfeld der Versammlung der Bischofssynode war immer wieder gesagt worden, man wolle die Lehre nicht verändern, sondern pastoral sein. Dazu hieß es, dass die Lehre Ausdruck des Willens und Auftrages Jesu sei, nichts was die Kirche sich erschaffen habe. Ein weiterer Kommentar betonte, die Lehre müsse sich entwickeln.Eine ganze Reihe weiterer Themen möchte ich an dieser Stelle nur anreißen, um die Bandbreite dessen anzudeuten, was genannt wurde: Die Frage der Verbindung der Glaubensschwäche der Moderne und der Abnahme stabiler Ehen; Familie als Hauskirche; die Lehre Jesu über die Familie; geschiedene Wiederverheiratete; die Evangelisierung und immer und immer wieder die Ehevorbereitung.Wenig Idealisierung, große BandbreiteDie Synodenteilnehmer zeigen einen großen Realismus, wenn es um das Thema Ehe und Familie geht, da ist wenig Idealisierung. Gleichzeitig hört man viel Positives, viel Hoffnung, um es geistlich auszudrücken. Realismus und Hoffnung, mit diesen beiden Worten lassen sich die Beratungen an diesen beiden Tagen gut charakterisieren.Die Stimmung ist ruhig und ohne Druck - sicherlich auch ein Ergebnis der Entscheidung, nicht eine, sondern zwei Synoden samt einem Jahr Zwischenzeit zu haben, darüber zu sprechen. So nehmen sich die Teilnehmer Zeit, Erfahrungen zu sammeln, aus ihren Kirchen zu berichten, zu reflektieren und zu sprechen. Noch greift die Dynamik einer Beratung in Gruppen nicht, aber das wird sicherlich in der kommenden Woche in den Kleingruppen kommen. Bisher zeigt sich die große Breite der Erfahrungen und Reflexionen zum Thema Pastoral und Familie.Aus der Synodenaula Pater Bernd Hagenkord für Radio Vatikan.(rv 08.10.2014 ord) http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/08/synodenv%C3%A4ter_sprachen_%C3%BCber_familienpastoral/ted-829832

Papst ruft zu einem Dialog auf, der zur vollen Einheit der Christenheit führen könne.

Papst zur Ökumene: Nicht mit Trennungen abfinden Die Ökumene stand im Mittelpunkt der Papstkatechese an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz. In seiner Reihe über die Kirche appellierte Franziskus an die christlichen Konfessionen und jeden einzelnen Gläubigen, sich Dialog und Begegnung zu öffnen. Bis heute seien in der christlichen Gemeinschaft viele Konflikte sichtbar, klagte der Papst. Damit dürfe man sich nicht abfinden:„Viele haben sich mit dieser Teilung abgefunden - auch innerhalb der katholischen Kirche, die im Laufe der Geschichte oft Grund für Konflikte, Leiden, ja sogar Kriege war – das ist eine Schande! Auch heute zeichnen sich die Beziehungen nicht immer durch Respekt und Freundlichkeit aus… Ich aber frage mich: Wie verhalten wir uns gegenüber all dem? Haben auch wir aufgegeben? Sind wir gleichgültig gegenüber dieser Trennung? Oder glauben wir fest, dass man in der Richtung der Versöhnung und vollen Einheit weitergehen kann und muss, einer Einheit, die uns alle zusammen am Blut und Leib Christi teilhaben lässt?“Spannungen und Trennungen im Christentum könnten ganz unterschiedliche Ursachen haben, führte der Papst weiter aus: „Von Divergenzen über dogmatische und moralische Prinzipien und unterschiedliche theologische und pastorale Konzepte über Gründe der Politik und Vorteilhaftigkeit bis hin zu Auseinandersetzungen, die von Antipathien und persönlichen Bestrebungen herrühren… Eines ist sicher: Auf die ein oder andere Weise stehen hinter diesen Wunden immer Hochmut und Egoismus, die Ursache jeder Uneinigkeit sind und die uns intolerant machen, unfähig zum Zuhören und zur Akzeptanz desjenigen, der eine andere Sichtweise oder Position hat als wir.“Zwist zwischen Christen verletze die Kirche und Christus, hielt Franziskus fest. So habe Jesus seine Jünger stets dazu angehalten, einig zu sein, so der Papst mit Verweis auf das Gebet Jesu um die Einheit und Geschlossenheit seiner Brüder, von dem das Johannesevangelium erzählt (vgl. Jh 17). Franziskus rief bei der Generalaudienz eindringlich zu einem Dialog auf, der zur vollen Einheit der Christenheit führen könne. Wesentlich seien dabei das Gebet um Einheit und eine Haltung der Offenheit gegenüber den anderen.„Der Herr bittet uns um eine neue Offenheit: Er bittet uns, uns nicht gegenüber Dialog und der Begegnung zu verschließen, sondern all das Gültige und Positive anzunehmen, das uns auch von demjenigen angeboten wird, der anders als wir denkt und der andere Standpunkte hat. Er bittet uns, den Blick nicht auf das Trennende, sondern auf das Einigende zu richten, und zu versuchen, Jesus besser zu kennen und zu lieben und den Reichtum seiner Liebe zu teilen.“Dies bedeute neben der Fähigkeit zur Vergebung sowie dem Teilen von Gemeinschaft und Barmherzigkeit auch Liebe zur Wahrheit, so Franziskus. Der Papst rief hier zu einem theologischen Austausch auf: „In allen Gemeinschaften gibt es gute Theologen: Sie sollen diskutieren und die theologische Wahrheit suchen, denn das ist eine Pflicht“, so der Papst. Sinnbild der Einheit sei die Kommunion, hielt der Papst weiter fest. Und er ließ es sich nicht nehmen, an dieser Stelle auch persönlich zu werden:„Ich bin heute dem Herrn sehr dankbar, denn vor 70 Jahren habe ich die Erstkommunion empfangen! Die Erste Kommunion bedeutet, einzutreten in Gemeinschaft mit den anderen, mit den Geschwistern unserer Kirche, doch auch mit all jenen, die anderen christlichen Gemeinschaften angehören und an Gott glauben.“In seinen Grußworten an die deutschsprachigen Pilger würdigte der Papst die Teilnehmer des internationalen Fackellaufs zum 100. Gründungstag der Schönstattbewegung, die nach Rom gekommen waren. Der Papst entzündete am Ende der Generalaudienz die Fackel. Der neuntägige und etwa 1.800 Kilometer lange Fackellauf führt von Rom zunächst nach Pompeji und dann über die Schweiz nach Deutschland.(rv 08.10.2014 pr) http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/08/papst_zur_%C3%B6kumene:_nicht_mit_trennungen_abfinden/ted-829798

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