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Mit Hybrid auf der Überholspur - Das Hybridfahrzeug kann an der Steckdose aufgeladen werden: Die Lehrwerksmeister Holger Wulf (l.) und Jan Kampen (4.v.l.), Manfred Oschen (2.v.l.) und Gerd Pocher (3.v.l.) von der BBH Technische Anlagen, BBZ-Geschäftsführerin Angela Mandel (r.) und ihr Stellvertreter, Johannes Best (2.v.r.), schauen sich die Neuanschaffung an. Das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Aurich hat ihren Fuhrpark der Kfz-Ausbildungswerkstatt auf den neuesten Stand der Technik aufgestockt. „Es ist quasi der Rolls-Royce unter den Golfs“, scherzt Lehrwerksmeister Holger Wulf während der Schlüsselübergabe durch das Unternehmen BBH Technische Anlagen (Hemer). Die Firma, die Lehrsysteme für die Aus- und Weiterbildung vertreibt, hat den VW Golf GTE in alle Einzelteile zerlegt und per Hand wieder zusammengebaut. Nun ist der neue Plug-In-Hybrid im Wert von rund 50.000 Euro um vier Kilometer Kabel schwerer und allerlei Fehlersimulationen und Messbuchsen reicher.

Neues didaktisch aufbereitetes Hochvoltfahrzeug wird in der Kfz-Ausbildung eingesetzt.

 

Der Kleinwagen mit dem Benzin- und Elektroantrieb wird zukünftig in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in den Bereichen Hochvolttechnik (HV), Motorsteuerung, Comfortsysteme und CAN-Bus eingesetzt. Insgesamt stehen jetzt vier Hybrid- bzw. Elektrofahrzeuge sowie diverse HV-Modelle und HV-Messsysteme für den praktischen und theoretischen Unterricht zur Verfügung. „Wir bieten den angehenden Kfz-Mechatronikern damit eine Ausbildung auf höchstem technischen Niveau an“, kommentiert BBZ-Geschäftsführerin Angela Mandel den Neuerwerb. Beide Fahrzeuge – ein weiterer VW Golf GTE befindet sich noch in Produktion – werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus dem Programm zur Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten gefördert.

Das Schulungsfahrzeug wurde speziell auf die Wünsche der Lehrwerksmeister abgestimmt. „So ist es uns zum Beispiel möglich, die Rekuperationsleistung, also die Energierückgewinnung beim Fahren und Bremsen, zu messen“, berichtet Wulf. Die Azubis können nun Spannungs- und Widerstandsmessung direkt an dem Hochvolt-System vornehmen und Fehlfunktionen beheben, ohne Gefahr zu laufen, einen Stromschlag zu erleiden. „An herkömmlichen Hybriden kann das lebensbedrohlich sein“, erklärt der Kfz-Meister.

Auch wenn der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge auf deutschen Straßen noch gering ist, wird die Entwicklung alternativer Antriebe immer wichtiger. Ein Blick auf die Nachbarländer Norwegen, Frankreich und die Niederlande belegt dies. Dem wurde auch durch die Neuordnung des Berufsbildes des Kfz-Mechatronikers im Jahr 2013 Rechnung getragen. Seitdem ist die Hochvolttechnik fest in den Lehrplänen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung verankert.

Foto: HWK

Handwerkskammer für Ostfriesland
Straße des Handwerks 2
26603 Aurich

 
 

 

 

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