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Bayerische M+E Exporte 2018 um 1,4 Prozent gesunken -  Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektro Industrie (M+E) sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent gesunken. Im Gegensatz dazu sind die bundesweiten M+E Exporte um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Laut den M+E Arbeitgeberverbänden bayme vbm liegt das hauptsächlich an der unterschiedlichen Bedeutung der Pkw-Exporte für Bayern und Deutschland. So beläuft sich deren Exportanteil in Bayern auf 24,6 Prozent, im bundesweiten Durchschnitt sind es nur 17,9 Prozent. „Bayern leidet besonders unter dem Pkw-Testverfahren WLTP und den damit verbundenen Umsatzrückgängen der Automobilindustrie. Das schadet der bayerischen Kfz- und Kfz-Zulieferindustrie, unserer Leitindustrie, enorm. Allein hier liegt der Exportrückgang gegenüber 2017 bei 7,7 Prozent, bei den Pkw-Exporten sind es sogar 11,5 Prozent“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Insgesamt beliefen sich die bayerischen M+E Ausfuhren auf 132,1 Milliarden Euro, das sind fast 70 Prozent aller bayerischen Ausfuhren.

So haben die Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Testverfahrens WLTP nicht nur Spuren in der Produktion der Automobilhersteller und deren Zulieferern hinterlassen, sondern auch in der Exportbilanz. Der Brexit schlägt sich sogar auf die gesamte Branche nieder: So sanken die M+E Exporte im Jahr 2018 in die Eurozone um 2,2 Prozent, in die gesamte EU um 2,4 Prozent. „Insbesondere die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich sind regelrecht eingebrochen, das Minus beträgt 10,9 Prozent. Großbritannien ist für die bayerische M+E Industrie mit Ausfuhren von 9,6 Milliarden Euro pro Jahr das drittwichtigste Exportland. Wir brauchen endlich einen gesicherten Fahrplan für den Brexit, um weiteren Schaden zu verhindern“, betont Brossardt. In die beiden größten Absatzmärkte USA und China konnten die Ausfuhren hingegen um 1,0 Prozent respektive 7,4 Prozent gesteigert werden.

In anderen Teilbereichen der bayerischen M+E Industrie entwickelten sich die Exporte besser. So stiegen im Jahresverlauf 2018 die Ausfuhren der Elektro- und Elektronikbranche um 4,2 Prozent, der Maschinenbau legte um 3,3 Prozent zu und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen betrug der Zuwachs 1,3 Prozent. „Die Dynamik lässt aber auch hier nach. 2017 war die Entwicklung noch deutlich positiver. Der angedrohte Protektionismus darf nicht dem für Wohlstand und Beschäftigung verantwortlichen Freihandel schaden. Davon müssen wir unsere Partner weltweit überzeugen, denn Handelskriege kennen nur Verlierer. Der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit hat jetzt zur beginnenden konjunkturellen Abkühlung oberste Priorität“, erläutert Brossardt.

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

 
 

 

 

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