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Schlaglicht

Lesen Sie hier Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen des Tages aus Handwerk, Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft.

Brossardt: „Mit dem Flächenmodell Planungssicherheit schaffen“. - Bei der Diskussion um die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Reform der Grundsteuer bis 2025 mahnt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine einfache und zeitnahe Lösung an. Drei Modelle stehen zur Diskussion: das Flächenmodell, das Kostenwertmodell sowie das Bodenwertmodell. „Die vbw plädiert für das Flächenmodell, denn es ist einfach, gerecht, unbürokratisch und berücksichtigt die Größe eines Grundstückes und Gebäudes und nicht dessen Wert“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In den meisten alten Bundesländern sind auch Meister des Maurer- und Betonbauer- sowie des Zimmererhandwerks bzw. staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Bautechnik eingeschränkt bauvorlagenberechtigt. In den neuen Bundesländern findet man in den Bauordnungen keine entsprechende Regelung. Dabei sind Planungsleistungen in den relevanten Berufen Bestandteil der Meisterausbildung, die angehenden Meister sind hervorragend geschult. „Unsere Meister sind aufgrund ihrer hochqualifizierten Ausbildung in der Lage, entsprechende Objekte aus einer Hand zu planen und auszuführen. Sie sollten daher die gleichen Rechte und Bedingungen wie ihre Berufskollegen in den westdeutschen Bundesländern erhalten“, fordern die Präsidenten der Handwerkskammern Halle und Magdeburg, Thomas Keindorf und Hagen Mauer. 

Stundenverrechnungssatz ist nicht gleich Verdienst pro Stunde- Ende der Preisspirale nicht in Sicht. Viele Handwerker kennen das: Konfrontieren sie ihre Kunden mit den Preisen, bekommen sie zu hören, dass Handwerker zu teuer sind. Stimmt aber nicht - der Verrechnungssatz, der auf der Rechnung steht, ist nicht der Verdienst. Zu den Preistreibern zählen die steigenden Lohnnebenkosten und Bürokratiekosten. Die Kosten für eine Handwerkerstunde setzen sich zusammen aus den Lohnzusatzkosten, den Gemeinkosten und dem Stundenlohn. Was dann noch übrig bleibt, ist der Gewinn.

vbw kritisiert Scholz-Vorstoß zur Rente - Brossardt: „Neue Rentenversprechen nicht nachhaltig“. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. kritisiert den Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zu einer weitreichenden Garantie für das Rentenniveau bis 2040. Im Koalitionsvertrag ist diese Garantie bis zum Jahr 2025 festgeschrieben. „Die Bundesregierung hat eine Rentenkommission eingesetzt. Sie soll beraten, wie die Altersvorsorge in Deutschland langfristig ausgestaltet werden kann. Jetzt vorab neue Rentenversprechen abzugeben, ist unseriös. Es gilt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen die Kommission kommt.

Sozialministerin Schreyer: „Unsere Ansätze zur Bekämpfung von Armut greifen.“ - Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer hat den erneuten Forderungen nach einer einheitlichen Grundsicherung für Kinder eine Absage erteilt: „Ich glaube nicht, dass Kinderarmut mit einer Kindergrundsicherung bekämpft werden kann. Denn Kinderarmut ist immer auch Familienarmut. Deshalb dürfen wir die konkrete familiäre Situation nicht einfach ausblenden. Ich möchte, dass es der gesamten Familie gut geht, denn dann geht es auch den Kindern gut.“ Sie weist darauf hin, dass Kinder bereits jetzt in der Grundsicherung im SGB II erfasst sind: „Die Leistungen nach dem SGB II sind zielgenau ausdifferenziert und auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt. Und das aus gutem Grund: Nimmt man allein die unterschiedlichen Mieten in München, im Allgäu oder im Bayerischen Wald, wird offensichtlich, dass eine einheitliche Kindergrundsicherung nicht gerecht sein kann!“

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