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Papst Franziskus hat zum Beginn der Fastenzeit vor einer Fixierung auf vergängliche Dinge gewarnt. „Äußeres Erscheinungsbild, Geld, Karriere Hobby: Wenn wir für diese Dinge leben, werden sie zu Götzen, die uns benutzen, zu Sirenen, die uns verzaubern und uns dann abdriften lassen“, sagte das Kirchenoberhaupt in der Messe am Aschermittwoch in der Basilika Santa Sabina. Die Fastenzeit ist „ein Wecker für die Seele“, sagte der Papst in der Predigt. Es gehe um Umkehr, darum, „den Kurs des Lebens wiederzufinden”. Das Aschenkreuz gebe die Richtung vor, es sei „ein Zeichen, das uns darüber nachdenken lässt, was in unseren Köpfen ist“. Die Asche auf dem Haupt „möchte uns taktvoll, aber ehrlich sagen: von vielen Dingen, die du im Sinn hast, hinter denen du jeden Tag herläufst und die dir Sorgen machen, wird nichts übrigbleiben.“ Besitz, Macht, Erfolg: alles vergängliche Ziele. Fastenzeit aber bedeute „wiederzuentdecken, dass wir für das Feuer geschaffen sind, das immer weiter brennt, nicht für die Asche, die sofort verglüht; für Gott sind wir geschaffen, nicht für die Welt; für die Ewigkeit des Himmels, nicht für den trügerischen Schein des Irdischen; zur Freiheit der Kinder Gottes, nicht zu einer Versklavung durch die Dinge.“

VhU zum SPD-Antrag „Neuer Sozialstaat“ im Hessischen Landtag . - Pollert: "Für einen zukunftsfähigen Sozialstaat brauchen wir eine Sozialausgabenbremse und einen Belastungsstopp für die Unternehmen." - Die Sozialleistungen belaufen sich deutschlandweit auf 1 Billion Euro und kosten 30 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Schon heute ist in kaum einem OECD-Land die Belastung mit Steuern und Abgaben so hoch wie in Deutschland, wozu ein Gesamtsozialversicherungsbeitrag von knapp 40 Prozent erheblich beiträgt. Statt neuer Sozialleistungen ist deshalb eine Bestandsaufnahme über Ausgaben und Wirkungen dringend erforderlich. „Da man Geld nicht zweimal ausgeben kann, brauchen wir eine staatliche Sozialausgabenbremse und einen Belastungsstopp für die Unternehmen, um weiter dafür zu sorgen, dass der Kuchen für alle auch künftig größer wird. Das SPD-Programm zum ‚Neuen Sozialstaat‘ geht hier gerade in die andere, völlig falsche Richtung, führt zu noch höheren Sozialausgaben sowie Regulierung und verhindert damit die Zukunftssicherung. Angesichts eines enormen Strukturwandels durch die Digitalisierung sind stattdessen viel mehr öffentliche und private Zukunftsinvestitionen nötig“, erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

"Das SPD-Konzept zum Sozialstaat ist ein Abschied von der sozialen Marktwirtschaft. Das ist der Einstieg in staatlich gelenkte Vollversorgung ohne Eigenverantwortung", sagt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zum Thema SPD-Sozialstaatskonzept gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Alle Sozialleistungen müssen finanzierbar bleiben, also auch die Grundrente. Die Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung sind bereits in den letzten Jahren durch Leistungsausweitungen erheblich belastet worden. Die Grundrentenpläne von Bundesarbeitsminister Heil würden neue erhebliche Belastungen bringen, ohne dass ich erkennen kann, dass damit die Gruppe der Geringverdiener tatsächlich zielgenau erreicht oder bei der Altersarmut Abhilfe geschaffen würde . Der Arbeitsminister sagt, das ist eine Respekt-Rente. Ich frage, wo bleibt der Respekt gegenüber Betriebsinhabern und Mitarbeitern? Ich finde es respektlos, Arbeitgebern und Beschäftigten, die sich jeden Tag abrackern, die Kosten aufzubürden und das Geld mit vollen Händen aus den Sozialkassen zu nehmen, um parteipolitische Versprechungen einzulösen. Gegenüber unseren jungen Menschen ist das Grundrenten-Konzept verantwortungslos, weil sie dadurch künftig viel höhere Belastungen haben und ihnen Chancen genommen werden."

"Die Handwerksreform von 2004 muss endlich auf den Prüfstand" - Im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland spricht ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer über lange Wartezeiten im Handwerk und warum sich das kurzfristig nicht ändern wird. - Herr Wollseifer, wie lange müssen Kunden im Augenblick warten, bis der Fliesenleger oder der Maler kommt? Nach wie vor sind das im Schnitt je nach Gewerk zwischen neun und dreizehn Wochen. Perspektivisch wird das aber eher noch mehr als weniger werden. - Warum? Uns fehlen die Fachkräfte in den Betrieben. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung konnten 2018 allein im Handwerk mehr als 17 000  Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Auch schon in den Vorjahren blieben viele angebotene Lehrstellen offen. Das macht sich über die Jahre natürlich bemerkbar: Die Lücke wird größer.

SPD schlägt Rechtsanspruch auf Home-Office vor. - Die hessische Wirtschaft weist den Vorschlag der SPD nach einem generellen Anspruch auf ein Home Office zurück. „Ein flächendeckendes Arbeiten von zu Hause ist in der Praxis nicht durchsetzbar“, so VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert, „weder können Autos im heimischen Wohnzimmer montiert noch die Tätigkeiten einer Krankenschwester oder eines Altenpflegers von zu Hause erbracht werden.“ In vielen Bereichen macht ein Arbeiten im Home Office Sinn. Mobiles und flexibles Arbeiten bietet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Vorteile. Unabhängig von den technischen Möglichkeiten muss es jedoch grundsätzlich der unternehmerischen Entscheidung vorbehalten bleiben, wo der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung erbringt. Betriebe regeln das besser mit ihren Betriebsräten und Mitarbeitern .

Pollert: „Für alle gesetzlich zu fordern, was nicht für alle geht, ist weltfremd.“

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