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Eltern als wichtigste Ratgeber bei Berufsorientierung einbeziehen - Vom 5. bis 9. Juli findet als dritte Aktion im Rahmen des Sommers der Berufsbildung die „Woche der Elternarbeit in der Beruflichen Orientierung“ statt, ausgerichtet von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Dazu erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):„Bei der Berufsorientierung sollten Eltern immer mit in den Blick genommen und einbezogen werden. Schließlich sind sie zentrale Partner und Berater bei der Berufswahl ihrer Kinder. Umso wichtiger ist es, Eltern über die nachhaltigen Perspektiven einer beruflichen Aus- und Weiterbildung und über die zukunftssicheren Optionen gerade im Handwerk zu informieren. Noch ist zu wenigen Eltern bewusst, dass mit einer Ausbildung das Fundament für einen Berufsweg gelegt werden kann, der inzwischen in vielerlei Hinsicht mindestens so gute und teils sogar bessere Möglichkeiten und Aufstiegschancen sowie eine größere Arbeitsplatzsicherheit als ein Studium eröffnet. Eltern müssen davon erfahren, dass etwa die Erwerbslosenquote von Technikern und Meistern seit über 10 Jahren unter der von Akademikern liegt – zuletzt betrug sie 1,2 % im Vergleich zu 2,0 % bei Akademikern.

Die Betriebe im Handwerk engagieren sich auch in diesem Jahr weiter stark in der betrieblichen Ausbildung. Jugendliche können unter 130 Ausbildungsberufen und aktuell noch über 31.800 freien Ausbildungsplätzen im Handwerk wählen. Die künftigen Auszubildenden sind Zukunftsgestalter. Ob Klima- und Umweltschutz, Energie- und Mobilitätswende, energetische Gebäudesanierung und klimaeffizienter Wohnungsbau, SmartHome und E-Health - im Handwerk werden hochqualifizierte Fachkräfte dringend benötigt. Gerade die für den Klimaschutz so wichtige Energiewende kann nur gelingen, wenn es ausreichend beruflich qualifizierte Handwerkerinnen und Handwerker gibt, die z.B. klimaneutrale Heizsysteme in die Gebäude oder die den Wasserstoffantrieb auf die Straße bringen.

Dabei ist eine Ausbildung erst der Einstieg in aussichtsreiche Karrierewege – mit der Ausbildung im Handwerk kommt man überall hin. Mit dem BerufsAbitur können der Gesellenbrief und zugleich der Zugang zur Universität erworben werden. Jugendliche können mit einem dualen oder trialen Studium eine Ausbildung abschließen und gleichzeitig einen Hochschulabschluss erwerben. Mit den weiterführenden Abschlüssen der Höheren Berufsbildung zur Handwerksmeisterin oder zum Handwerksmeister, zum Bachelor Professional und zum Master Professional stehen Jugendlichen alle Türen mit einer sicheren Perspektive offen.

Damit sich Eltern über diese umfangreichen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten einer beruflichen Aus- und Weiterbildung im Handwerk informieren können, bietet die Handwerksorganisation Praxishilfen, - auch virtuelle – Elterncafés und Beratungen. Die Handwerkskammern und Innungen unterstützen gerne. Daneben bleibt es aber wichtig, eine ergebnisoffene Studien- und Berufsorientierung auch in der gymnasialen Oberstufe weiter auszubauen, um Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre Eltern umfassend zu informieren. Noch stärker als bisher müssen die allgemeinbildenden Schulen dafür die neuen digitalen Informationsangebote der Handwerksorganisationen wie Handwerkskammern und Innungen nutzen.“

Im „Sommer der Berufsbildung“ (#AusbildungSTARTEN) wollen die Partner der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ von Juni bis Oktober 2021 bei jungen Menschen und Betrieben für das Erfolgsmodell der dualen beruflichen Ausbildung werben. Mit insgesamt acht Themenaktionstagen und einer breiten Auswahl an Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene sollen die vielfältigen Unterstützungsangebote bekannter gemacht und ausbildungsinteressierte Jugendliche und Betriebe zusammengebracht werden. Das gemeinsame Ziel ist, dass möglichst viele junge Menschen im Jahr 2021 ihre Berufsausbildung beginnen.


Zentralverband des Deutschen Handwerks
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