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Reformation 2018: Verantwortung – Freiheit – Bildung -  Botschaften aus der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Was heißt es, evangelisch-lutherisch zu sein? Welche Bedeutung haben die Grundgedanken der Reformation bis heute? Drei Theologen aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, einer der sieben Gliedkirchen der VELKD, geben aus Ihrer Perspektive darauf eine kurze Antwort.

Von einem Zukunftsprozess der Evangelischen Jugend in Sachsen berichtet der sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Jugendliche haben im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 an der Frage gearbeitet, was es heißt, evangelisch-lutherisch zu sein, und Perspektiven für die Jugendarbeit in der sächsischen Landeskirche beschrieben. „Im gesamten Verlauf des Zukunfts­prozesses haben die Akteure immer wieder mit großer Dankbarkeit festgestellt (…), dass sie auf reformatorische Erkenntnisse und daraus gewachsene Glaubenshaltungen und Freiheiten zurückgreifen können. Besonders die Bedeutung der individuellen Glaubens- und Gewissensent­scheidung wurde und wird als eine Errungenschaft der Reformation erkannt und gewürdigt. Sie hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt!“

Dafür, die „grundlegende Bedeutung des christlichen Glaubens bei der Herausbildung der europäischen Identität stark zu machen“, plädiert Dr. Roland Löffler, evangelischer Theologe und Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. „Wer Menschen für sich, für den Glauben, für eine bessere und gerechtere Welt, für Vertrauen in Institutionen gewinnen möchte, muss auf sie zugehen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Aber er braucht dafür auch einen Kompass, um in unserer komplizierten Welt auf klarem Kurs zu bleiben. Die Botschaft von Jesus Christus, der Vergebungs­bereitschaft Gottes und Hoffnung auf menschliche und gesellschaftliche Ver­änderbarkeit (…) ist so ein innerer Kompass. Der Reformationstag ist ein guter Zeitpunkt, um zu fragen, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind.“

Superintendent Christian Behr aus dem Kirchenkreis Dresden-Mitte beschreibt die Reformation als eine „unvergleichliche Medien- und Bildungsoffensive“. Auch heute bedeutet Reformation für ihn zu einem großen Teil Bildung: Dazu gehöre eine „aufgeklärte und aufklärerische Theologie“, „die in einer aktuellen Sprache (…) den Gemeindegliedern und den Bildungshungrigen unserer Zeit aktuelle Themen ihres Diskurses zur Verfügung stellt“. Dazu gehörten freie evangelische Schulen, Teilhabe am Diskurs im öffentlichen Bildungssektor und die Auseinandersetzung mit Jugendlichen und ihren Fragen. „Mit kreativer, moderner Bildung, mit Diskussionen über unseren Glauben und mit Lust auf Veränderung bleiben wir aus meiner Sicht heute der Reformation treu.“

Die Beiträge im Wortlaut auf www.velkd.de/presse/reformationstag.php

 

Hannover, 26. Oktober 2018

Henrike Müller

Pressestelle der VELKD

 
 

 

 

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