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Industrie verlangt Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit - Brossardt: „Geplanten Netzausbau fristgerecht fertigstellen“ - Zum Auftakt der vierten Arbeitsgruppe des Energiegipfels Bayern zum Thema Stromnetzarchitektur, Versorgungssicherheit, Digitalisierungbetont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die für den Industriestandort Bayern wichtigsten Prinzipien: Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Für die Wirtschaft ist eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen unerlässlich. Ende 2022 nach dem Abschalten der letzten bayerischen Kernkraftwerke entsteht im Freistaat eine Lücke bei der gesicherten Leistung von rund fünf Gigawatt. Ziel des Energiegipfels muss ein überzeugendes Konzept dafür sein, wie diese Lücke geschlossen wird.“

Weil leistungsfähige Netze fehlen, betrugen allein 2017 die Kosten für das Netzengpassmanagement knapp 1,4 Milliarden Euro. „Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und der Kohleausstieg verschärfen diese Situation zusätzlich“, so Brossardt. „Insbesondere die Übertragungsnetzprojekte SuedLink und SuedOstLink helfen, die Lücke bei der gesicherten Leistung in Bayern zu schließen, die Aufteilung in zwei Strompreiszonen abzuwenden und hohe Kosten durch Netzengpässe deutlich zu reduzieren. Sie müssen fristgerecht fertiggestellt werden. Hier ist auch die Staatsregierung gefordert.“

Da die geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen erst 2025 fertig gebaut sein werden, gilt es, für die Übergangszeit zügig zusätzliche Potenziale zu erschließen und die Flexibilität im System zu erhöhen. „Die vbw ist offen für neue Konzepte der dezentralen Energieversorgung, wenn diese realistisch auf Grundlastfähigkeit und Versorgungssicherheit ausgerichtet sind.“ Die Energiewende macht zudem ein intelligentes Energiemanagement erforderlich. Die Digitalisierung kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur geschaffen werden.

In jedem Fall darf es keine Erhöhung der Strompreise geben. Der vbw Hauptgeschäftsführer: „Die deutschen Unternehmen zahlen heute schon europaweit einen der höchsten Strompreise. Die Energiewende darf die Kosten insbesondere für die energieintensive Industrie nicht weiter erhöhen.“

Die vbw ist als Wirtschaftsorganisation am Energiegipfel Bayern aktiv beteiligt.

 
 
 

 

 

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