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Einblasdämmung zur Vermeidung von Wärmeverlusten

Neben dem Kostenfaktor ist auch die einfache Handhabung der Dämmmethode ein großer Vorteil. Bildquelle: www.schlaugedaemmt.de Einblasdämmung zur Vermeidung von WärmeverlustenGut gedämmte Häuser sind heute die beste Möglichkeit, teuren Heizkosten entgegenzutreten und gleichzeitig das Klima zu schon. Eine der günstigsten und einfachsten Methoden das eigene Haus, optimal zu dämmen, bietet die Einblasdämmung.

 

Sie kann im Optimalfall zu einer wärmetechnischen Verbesserung von 95 Prozent führen und sich dadurch im Hinblick auf die zu tätigende Investition bereits nach zwei bis fünf Jahren rechnen. Wir wollen die Einblasdämmung einmal genauer vorstellen und Vorteile sowie Methoden und Materialien unter die Lupe nehmen.

Generell ist eine Einblasdämmung deutlich kostengünstiger als andere Dämmverfahren. Doch auch innerhalb der Einblasdämmung gibt es verschiedene Verfahren sowie unterschiedliche Dämmstoffe, deren Preise variieren können. Während einfache Hohlwände ab günstigen 15 Euro pro Quadratmeter gedämmt werden können, muss man für eine Dachschrägendämmung schon mal mit 50 bis 55 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Neben dem Kostenfaktor ist auch die einfache Handhabung der Dämmmethode ein großer Vorteil. So kann ein Haus bereits innerhalb von ein bis zwei Tagen komplett gedämmt werden und das, ohne die Bewohner zu stören und größere Baustellen einrichten zu müssen. Bei zweischaligen Bauweisen bleibt die alte Fassade erhalten und der Arbeitsaufwand ist sehr gering.

Während bei anderen Dämmverfahren Platten oder Matten verarbeitet werden, befördert man bei einer Einblasdämmung ein loses Material zu den zu dämmenden Stellen. Wie der Name der Methode schon verrät, wird das Material dabei mithilfe einer Einblasmaschine und -schläuchen in Hohlräume eingeblasen. Ein Rührwerk lockert das Material zunächst auf, bevor es per Luftdruck in die zu dämmenden Wände gelangt. Ohne großen Aufwand können so besonders schnell große Mengen an Dämmmaterialien verarbeitet werden.

Schon in den 1920er Jahren wurden erste Einblasdämmungen genutzt. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Dämmverfahren entwickelt, die für fast jede bauliche Situation am Haus eine geeignete Dämmung bieten. In der Regel werden bereits vorhandene Hohlräume am Haus zur Begrenzung der Dämmstoffe genutzt.

Die meisten Häuser wurden nach 1900 in der sogenannten zweischaligen Bauweise errichtet. Dabei bestehen die Außenwände aus zwei Steinreihen und einer dazwischen befindlichen Hohlschicht. In diese vier bis zehn Zentimeter dicke Hohlschicht kann nun eine sogenannte Kerndämmung eingeblasen werden.

Auch in der obersten Geschossdecke befindet sich meist ein Hohlraum, der ebenfalls auf diese Art und Weise gedämmt werden kann. Eine bereits vorhandene, aber zusammengeschrumpfte Dämmung kann so auch leicht wieder aufgefüllt werden. Die Einblasdämmung kann aber auch im Dachgeschoss auf den Boden erfolgen und abschließend mit einer begehbaren Platte versehen werden. Auf diese Weise sind besonders dicke Dämmschichten, die sogar den Passivhausstandard erreichen können, möglich.
Bei Dachschrägen muss dagegen verhindert werden, dass sich Feuchtigkeit im Dämmmaterial bildet. Daher kommt hier oft das sogenannte Dämmsackverfahren mit einer Dampfsperre sowie einer Dampfbremse zum Einsatz.

Bei den Einblasdämmstoffen unterscheidet man im Wesentlichen in rieselförmige oder faserförmige Dämmstoffe. Besonders dünne Hohlschichten von unter drei Zentimeter können auch mit Materialien wie Silikat-Leichtschaum SLS 20 und Aerogel gedämmt werden.
Faserförmige Dämmstoffe Mineralwolle und Steinwolle sind gerade an offenen Stellen wie an innen liegenden Rollladenkästen oder am Übergang zum Dach von Vorteil, aber auch für die Dämmung des Dachbodens geeignet. Rieselförmige Materialien wie Polystyrol Granulate können dagegen mit wenigen Bohrlöchern gut im Rest der Außenwand aufgefüllt werden.
Der faserförmige Dämmstoff Zellulose ist besonders empfehlenswert, da er der zurzeit einzige ohne schädliche Borate ist und deshalb auch mit dem Qualitätssiegel "Naturplus" ausgezeichnet wurde.

Neben den guten Dämmeigenschaften sollte man also auch auf die ökologische Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien achten. Schließlich ist ein gesundes Raumklima ebenso wichtig, wie geringe Heizkosten.

Bildquelle: www.schlaugedaemmt.de

 
 

 

 

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