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Handwerk und IHK Gewerbe News. Über 100 Tsd. Betriebe präsentieren sich hier.

 

 
 

Wer einmal erleben möchte, welche kunstvollen Arbeiten das Handwerk in den letzten Jahrhunderten vollbracht hat, dem empfehle ich eine Reise durch den Harz. Reich verziertes und aufwendig geschnitztes Fachwerk findet sich in allen Orten des Harz, Bauhandwerk in Vollendung findet sich in den zahlreichen Schlössern, Burgen und Adelssitzen. Erzbergwerke in denen Silber geschlagen wurde, brachte eine Zunft der Silberschmiede hervor, deren prächtige Arbeiten in Ausstellungen und Museen zu bestaunen sind. Überhaupt ist dort ein riesiger Fundus von Kunst, Kunsthandwerk und mittelalterlichen Gebrauchsgegenständen zu finden. Malerei, Bildhauerei, Schmiedekunst, Glaskunst - von farbenprächtigen Fenstern in Kirchen und Burgen bis hin zu filigraner Glasbläserarbeit bei Bechern und Krügen. Im Harzer Ort Bad Grund begrüßt Sie ein Uhrenmuseum, das eine Sammlung beherbergt, die ihresgleichen sucht. Von der winzigen Taschenuhr bis zum riesigen Turmuhrwerk findet sich hier alles, was die Uhrmachergeschichte aufzuweisen hat. Sakraler Kunst begegnen Sie nahezu an jeder Ecke, in jedem Ort. Auch hier spielte das Handwerk bei seiner Entstehung und Errichtung und Restaurierung eine wichtige Rolle.


In Seesen lädt Sie das Steinweg-Museum zum einem Rundgang durch die Baukunst von Klavieren und Konzertflügeln ein. Heinrich Engelhard Steinweg baut in Seesen Klaviere. 1850 wandert er mit seiner Familie nach New York aus. Über den Namen Steinway & Sons erobern seine Instrumente die Konzerthallen der Welt. In Seesen werden auch 1830 die ersten Dosen in Deutschland vom Klempnermeister Heinrich Züchner hergestellt. Das Museum zeigt die Produktionsentwicklung von damals bis heute.
An Goslar führt kein Weg vorbei. Die Kaiserpfalz - diese Palastanlage ließ Heinrich III. im 11. Jahrhundert erbauen und machte damit Goslar zu einem wichtigen Herrschaftszentrum. Unmittelbar hinter der Kaiserpfalz liegt 600 Meter hohe Rammelsberg. Das ehemalige Erzbergwerk gehört gemeinsam mit der Altstadt seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Herzen der Altstadt liegt der Marktplatz mit dem von einem goldenen Adler bekrönten Brunnen und dem Rathaus. Spitzbogenfenster und ein Arkadengang prägen das Gebäude mit  seinem reich verzierte Huldigungssaal aus dem frühen 16. Jahrhundert mit seinen farbigen hölzernen Tafelgemälden an Wänden und Decken. Sehenwert das frühere Gildehaus von 1494 mit seiner auffälligen roten Fassade und die Marktkirche St. Cosmas und Damian mit ihren beiden unterschiedlichen Türmen und vieles Andere mehr.
Hahnenklee-Bockswiese bietet die kunstvoll errichtete Gustav-Adolf-Stabkirche, eine freie Nachbildung der Stabkirche von Borgund. Das Holzgebäude enthält in der Grundkonstruktion weder Schrauben noch Nägel.


Harzer Handwerk war bereits im Mittelalter innovativ, wenn es um Energiegewinnung ging. Bereits im 16. Jahrhundert nutzten die Bergleute die Kraft des Wassers systematisch, um damit Pumpen und Fahranlagen anzutreiben und so in zuvor unerreichte Tiefen vorzustoßen. Erst die intensive Nutzung der Wasserkraft machte den Bergbau im Harz ab der frühen Neuzeit so erfolgreich. Erkunden Sie das Oberharzer Wasserregal - eine einzigartige Anlage aus kilometerlangen Gräben, Teichen und unterirdischen Wasserläufen - ebenfalls ein Teil des Weltkulturerbes.


Clausthal-Zellerfeld mit der Marktkirche zum Heiligen Geist,1637 bis 1642 erbaut. Mit rund 1.000 Sitzplätzen ist sie die größte Holzkirche Deutschlands. -  In Wernigerodes mittelalterlichen Gassen stehen Hunderte stilvoll restaurierte Fachwerkhäuser und über dem Ort erhebt sich ein prächtiges Schloss, dass die deutschen Kaiser als Jagdsitz im Harz nutzten. Nahe dem Brocken, am Nordrand des Harzes, liegt das mittelalterliche Quedlinburg, 922 erstmals in einer Urkunde König Heinrichs I. erwähnt. Über der Stadt thronen Schloss und die Stiftskirche St. Servatii.Stiftskirche St. Servatii. Sie beherbergt den wertvollen mittelalterlichen Domschatz. Unter dem Chor liegt die alte Krypta mit den Gräbern Heinrichs I. und seiner Frau Mathilde. Quedlinburgs Architektur reicht von der Romantik über die Gotik bis zur Renaissance und dem Jugendstil. Von historischer Bedeutung sind der Königshofkomplex zwischen Burgberg und St. Wiperti, die Altstadt (994 gegründet), die Neustadt (im 12. Jahrhundert gegründet) und der Jugendstil-Villengürtel (19./20. Jh.). Die Stadt gilt als Musterbeispiel für die Ausbildung des niedersächsischen Fachwerkstils. Eine Besonderheit ist der Ständerbau in der Wordgasse. Er gilt als ältestes Fachwerkgebäude Deutschlands und beherbergt das Fachwerkmuseum.



All das zeigt dieses Filmlet von Jack Hauswald, handwerkernachrichten.com , der den Harz bereiste und nach altem Handwerk Ausschau hielt. Ich wünsche viel Vergnügen beim Anschauen und hoffe, Ihnen Lust auf eine eigene Harzreise gemacht zu haben.