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10.09.2020 -  Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt das heute in erster Lesung im Bundestag behandelte Arbeitsschutzkontrollgesetz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für eine Verschärfung der Regeln für die Fleischbranche kategorisch ab. - vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Der Gesetzentwurf von Arbeitsminister Heil für eine Verschärfung der Regeln für die Fleischbranche geht in die völlig falsche Richtung. In der vorliegenden Form unterscheidet er nicht zwischen der Schlachtung und Zerlegung auf der einen sowie der Fleischveredelung auf der anderen Seite. Er bietet keinerlei Differenzierung und gefährdet in Bayern unsere mittelständisch geprägte und familiengeführte Struktur. Das gilt insbesondere für das Fleischerhandwerk und die industrielle Fleischveredelung. Wenn das Gesetz in dieser Form kommt, dann werden damit Arbeitsplätze ins Ausland getrieben. Stark emotionalisierte Einzelbeispiele und subjektive Wertungen sind keine guten politischen Ratgeber.“

Brossardt: „Mittelständisch geprägte Unternehmen sind in Gefahr“
Die vbw stellt klar, dass unsere Rechtsordnung einen klaren und gefestigten Rahmen für faire Arbeitsbedingungen bereits gewährleistet. „Zeitarbeiter sind in der Fleischindustrie unverzichtbar, damit die Unternehmen flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren können. Es gibt keine generelle Benachteiligung von Zeitarbeitern. Diese sind in Fragen des Arbeitsschutzes und der Mitbestimmung durch den Betriebsrat den Stammarbeitnehmern gleichgestellt. Das gilt insbesondere für die Branche der Fleischveredler. Sittenwidrige und missbräuchliche Bedingungen gehören selbstverständlich unterbunden", so Brossardt.

Der vbw Hauptgeschäftsführer betont: „Wir dürfen den familiengeführten Unternehmen in der Fleischveredelung nicht die personalpolitischen Möglichkeiten nehmen. Ansonsten können das hohe qualitative Niveau und die vielen saisonbedingten Nachfragen, wie in der Grillsaison, der Spargelzeit oder zu Weihnachten, nicht mehr von den Fleischveredlern bedient werden. Das kann nicht in unserem Interesse sein."
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