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08.06.2022. - Kurzumfrage -Brossardt: „Sieben von zehn Unternehmen erwarten Produktionsrückgang“ - Aufgrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds sieht sich jedes sechste Unternehmen in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in seiner Existenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. Beteiligt haben sich mehr als 340 M+E-Unternehmen mit über 590.000 Beschäftigten. Fast jedes zweite erlebt Wettbewerbsbeeinträchtigungen gegenüber globalen Konkurrenten. „Das wirtschaftliche Umfeld wird derzeit vor allem vom Russland-Ukraine-Krieg und der Null-Covid-Politik Chinas schwer belastet. Bei vier von fünf Unternehmen wird im laufenden Jahr ein Gewinnrückgang erwartet. Jedes dritte greift auf Kurzarbeit zurück. Das bedroht unseren Standort und die Arbeitsplätze“, so bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Reaktionen auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld sind vielfältig. So wollen knapp 62 Prozent die Lieferketten weiter diversifizieren, um unabhängiger von Lieferproblemen zu werden. Kritisch ist, dass 57 Prozent Investitionsvorhaben reduzieren oder verschieben müssen.

22 Prozent sehen sich aufgrund dessen gezwungen, auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu reduzieren. „Die aktuellen Probleme gefährden direkt die Zukunftsfähigkeit unserer Industrie. Wenn gerade jetzt in der Phase der Transformation nicht geforscht und nicht entwickelt wird, schwächt dies mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir international ins Hintertreffen geraten, denn die Konkurrenz schläft nicht“, fordert Brossardt. Für weitere 13 Prozent steht ein Personalabbau im Raum.

Praktisch alle bayerischen M+E-Unternehmen spüren die aktuellen Kostensteigerungen. Für 80 Prozent sind diese von substanzieller Art. „Zehn Prozent der Unternehmen können die gestiegenen Kosten nicht weitergeben, weitere 50 Prozent nur in geringem Umfang. Der Anstieg bedroht also unmittelbar den Ertrag der Unternehmen. Langfristig stehen damit auch Arbeitsplätze auf dem Spiel“, erklärt Brossardt. Aufgrund von Lieferkettenproblemen, Kostensteigerungen und fehlenden Teilen erwarten fast 30 Prozent der Unternehmen große Produktionseinschränkungen. Weitere 44 Prozent erwarten diese in geringem Umfang. „Fast jedes vierte betroffene Unternehmen liefert in den Bereich Energie / Versorgung und nahezu jedes fünfte in die Medizintechnik. Die Sorge vor Mangel an bestimmten Gütern wächst“, so Brossardt.

Die Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm stehen zu den wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland, lehnen aber ein Gas-Embargo weiterhin entschieden ab. „Die Auswirkungen auf unsere Unternehmen wären gravierend“, erklärt Brossardt. So wären laut Umfrage fast drei Viertel der Unternehmen betroffen, 39 Prozent direkt, 45 Prozent über Vorleistungen und 21 Prozent über Kunden. „Im Falle eines Gas-Lieferstopps bedeutet das für knapp 22 Prozent der Unternehmen Stillstand in der Produktion. Weitere 50 Prozent wären substanziell betroffen. Das ist ein bedrohliches Szenario, zumal die indirekten Folgen nicht übersehen werden dürfen. 55 Prozent der betroffenen M+E Unternehmen liefern in die kritischen Infrastrukturbereiche. Klar ist: Fallen nur einzelne Wertschöpfungskettenglieder aus, hat das gravierende Auswirkungen für unseren gesamten Standort“, warnt Brossardt.

Die Umfrage wurde zwischen dem 19. und 30. Mai durchgeführt.

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
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