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Schlaglicht

Lesen Sie hier Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen des Tages aus Handwerk, Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft.


Handwerk geht mit gedämpften Aussichten ins neue Jahr – Die neuesten Konjunkturzahlen für das Handwerk in der Region Rhein-Neckar-Odenwald für das vierte Quartal 2020 zeigen zu Beginn des Jahres ein durchwachsenes Bild. Die Stimmung in den Betrieben trübte sich merklich ein, die Handwerkskonjunktur wurde ausgebremst. Denn nur noch jeder zweite Handwerksunternehmer (52,1 Prozent – Vorjahr: 76,4 Prozent) bewertete seine Geschäftsentwicklung mit „gut“, als befriedigend jeder Sechste (15,6 Prozent – wie im Vorjahr) und als mangelhaft jeder Dritte (32,3, Prozent – Vorjahr 3,3 Prozent). Für die nächsten Wochen erwarten knapp die Hälfte (48,2 Prozent) eine Entwicklung auf aktuellem Niveau. 41,0 Prozent befürchten eine Verschlechterung und nur 10,8 Prozent eine Verbesserung der künftigen Geschäftslage. Die Aufträge der Betriebe sind im vierten Quartal eingebrochen. So meldeten 16,4 Prozent der regionalen Firmen ein höheres Auftragsaufkommen, dagegen 48,8 Prozent der Befragten Einbußen bei den Aufträgen. Für die kommenden Wochen stellen sich die Betriebe auf eine flaue Auftragsentwicklung ein. Ein Fünftel (20,6 Prozent) rechnen mit einer Steigerung, aber zwei Fünftel (40,7 Prozent) mit Auftragsrückgängen.

Handwerk fordert ein Konzept, wie das Leben und Wirtschaften mit Corona sinnvoll ermöglicht und geregelt werden kann. - „Was weiterhin fehlt, ist eine längerfristige Strategie wie das Wirtschaften mit Corona ermöglicht werden soll.“ - Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, zur erneuten Verlängerung des Lockdowns - Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert. Friseure dürfen ab dem 1. März wieder arbeiten. Das sind die Ergebnisse der Gespräche der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am gestrigen Tag. Zu den neuen Corona-Beschlüssen erklärt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Wir begrüßen die Entscheidung, dass die Friseure voraussichtlich ab 1. März wieder ihrem Handwerk nachgehen können. Das ist ein erster zaghafter Schritt in die richtige Richtung. Unverständlich ist aber aus unserer Sicht, dass andere körpernahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Arbeit der Kosmetiker, auf unabsehbare Zeit verboten bleiben. Angesichts der nachweislich funktionierenden Hygienekonzepte in den Salons sowie der lückenlosen Nachverfolgbarkeit der Kontakte, muss auch diesem Handwerk so schnell wie möglich wieder erlaubt werden, vollumfänglich zu arbeiten. Was weiterhin fehlt, ist eine längerfristiges Konzept, wie das Leben und Wirtschaften mit Corona sinnvoll ermöglicht und geregelt werden kann. Die neu eingeführten Stufen – wie etwa der willkürlich festgelegte  Inzidenzwert 35 – erscheinen wenig realitätstauglich.


10. Februar 2021 - Wiedereinführung der Meisterpflicht macht sich bemerkbar - Zum Jahreswechsel waren 137.637 Betriebe bei den baden-württembergischen Handwerkskammern eingetragen – ein Plus von 1,5 Prozent. Damit war das Wachstum sogar noch etwas kräftiger als vor einem Jahr, die Zahl der Betriebe hat einen neuen Höchststand erreicht. Allerdings ging die Zunahme wiederum auf wenige nicht zulassungspflichtige Berufe (Gebäudereiniger, Fotografen, Kosmetiker) zurück. Das könnte im Jahr 2021 anders aussehen, wenn sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch zahlenmäßig bemerkbar machen werden. „Eine schöne Nachricht in schweren Tagen: Auch im Krisenjahr 2020 gab es im Handwerk einen neuen Höchststand bei der Anzahl der Betriebe. Im vergangenen Jahr haben sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht niedergeschlagen, alleine schon deshalb, weil die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt war. Allerdings befürchten wir, dass die Zahlen in diesem Jahr anders aussehen könnten, je nachdem wie lange der Lockdown noch andauert. Besonders bei Friseuren, Kosmetikern und Konditoren müssen wir mit Betriebsaufgaben rechnen. Daher ist es umso wichtiger, dass es heute beim Bund-Länder-Treffen zu einer klaren Öffnungsperspektive kommen wird“, sagt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. 

 


Der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, nimmt Stellung zu den heutigen Corona-Beschlüssen der Kanzlerin und der Regierungschef*innen der Länder. Vom Senat fordert Stemmann einen Hamburger Weg für Kosmetikbetriebe: „Wieso darf das Kosmetikhandwerk wieder nicht öffnen, Friseurbetriebe aber schon? Ich gehe davon aus, dass unser Senat weiß, dass Friseure und Kosmetiker gemeinsam Teil der Öffnungsstrategie sein müssen. Deswegen fordere ich eindringlich einen eigenen Hamburger Weg, der es auch den rund 1.200 handwerklichen Kosmetikbetrieben erlaubt, vom 1. März an wieder zu öffnen. Aufgrund der Tatsache, dass Kosmetiksalons schon vor der Corona-Pandemie höhere Hygienestandards und während der Corona-Pandemie mindestens gleichwertige Hygienestandards hatten, ist eine Öffnung von Friseurbetrieben ohne gleichzeitig auch die Kosmetikbetriebe zu öffnen, nicht nachvollziehbar.“ *

 


Was glaube ich? - Unsere Meinungsbildung generieren wir inzwischen mehrmals täglich aus dem Internet, wo vielfältige Informationen sowohl Fakten als auch Fake News beinhalten. Auch das soziale Leben junger Menschen wird zunehmend ins Netz verlagert, deshalb sind sie öfters Falschmeldungen, den sogenannten Fake News, ausgesetzt: nicht alle Nachrichten und Ereignisse, über die im Netz berichtet wird, entsprechen der Wahrheit. Oftmals werden sogar bewusst falsche Meldungen im Netz verbreitet, um zu manipulieren. Daher benötigen vor allem Heranwachsende Medienkompetenz, um Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich fachkundig ihre eigene Meinung zu bilden.Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Mir ist es ganz wichtig, Kindern und Jugendlichen Wege für einen kreativen, aktiven und vor allem sicheren Umgang mit Medien aufzuzeigen. Wir wollen junge Menschen unterstützen, ihre Medienkompetenz so zu entwickeln, dass sie sich sicher und gut informiert im Netz bewegen und in die Lage versetzt werden, Informationen zu filtern und auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Es ist daher unabdingbar, Heranwachsende, Eltern und pädagogische Fachkräfte für die Gefahren im Netz zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken.“

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